Gesundheit

OASE ENDLICH GEÖFFNET?

Der Sommer klingt aus, der Herbst ist da. Zeit für Ruhe und Entspannung. Doch viele Urlauber und Insulaner wollen auch im Herbst fit bleiben. Das Therapiebecken in der Oase steht seit Mitte September wieder (eingeschränkt) für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Die strengen Auflagen zur Öffnung von Schwimmbädern lassen sich weiterhin nicht mit den baulichen Voraussetzungen in der Oase vereinbaren. Das Erlebnisbad und die Sauna bleiben daher weiterhin geschlossen.

MOIN NR. 5 · 2020

Das Therapiebecken wird vorrangig für Anwendungen benötigt. Dennoch ist nun geplant täglich zwei Schwimmzeiten für Gäste und Insulaner anzubieten. Von Montag bis Freitag gibt es zwei Zeiten um 14.00 Uhr und um 16.00 Uhr; am Sonntag und Samstag um 10.00 Uhr und 12.00 Uhr. Es dürfen jeweils maximal 12 Personen gleichzeitig das Bad nutzen. Die Schwimmzeit beträgt anderthalb Stunden. Zwischen den Terminen erfolgt eine gründliche Desinfektion der Umkleiden und Duschen. Um Warteschlangen zu vermeiden und die Aufnahme der Kontaktdaten zu erleichtern, gibt es eine Online-Reservierung der Schwimmzeiten unter folgendem Link: https://www.wangerooge.de/urlaub-buchen/erlebnisse-buchen/#/erlebniss

ZEIT FÜR THALASSO!

Herbst und Winter sind die richtige Zeit für Thalasso! Seit 2014 ist Wangerooge als Thalasso-Nordseeheilbad anerkannt. Damit ist die kleine Insel Teil der ersten zertifizierten Thalasso-Region Europas.

Thalasso? Was ist das überhaupt? Thalasso ist abgeleitet von dem griechischen Wort »thalassa« für Meer und steht für die Heilkraft des Meeres. Es bezeichnet die Behandlung von Krankheiten mit kaltem oder erwärmtem Meerwasser, Meeresluft, Sonne, Algen, Schlick und Sand.

Tatsächlich ist der Gesundheitstourismus schon 200 Jahre alt. Damals schickte man Bergleute auf die Insel und direkt an die Waterkant. Doch bereits nach vier Tagen ging es ihnen nicht besser, sondern schlechter als vorher. Man müsse sich langsam an das Reizklima gewöhnen. Daher sei es besser, sich erst im Ort aufzuhalten und erst später an das Meer zu gehen. Auch Kopfschmerzen waren nicht ungewöhnlich. Das habe weniger mit dem Klima zu tun: Das Salz entzieht dem Körper Wasser. Die Menschen müssen also mehr trinken.

In den Wintermonaten (Oktober bis Mai) können Besucher beispielsweise täglich am Strand mit einem Klimatherapeuten in den Tag starten. Neben verschiedenen Atem- und Bewegungsübungen gehören zu der 30-minütigen Klimatherapie auch das Schreiten durch das Meerwasser und ein warmes Wasserbad. Daneben gibt es viele weitere Thalasso-Angebote unter freiem Himmel wie Strandgymnastik, eine Nordic-Walking-Tour, eine Wattwanderung, eine Spülsaumwanderung am Strand oder eine Tour entlang der fünf sogenannten Therapiewege. Thalasso bedeutet einfach das Meer atmen, spüren und schmecken.

Der Aufenthalt direkt am Meer ist natürlich eine wichtige Voraussetzung, um dessen Wirkung auch zu spüren. Doch auch drinnen lässt sich Thalasso erleben. Im Gesundheitszentrum Oase an der Oberen Strandpromenade bieten Therapeuten zum Beispiel Meerwasser-Inhalationen und Thalasso-Meerwasserbäder an. Empfehlenswert ist die Schlickpackung mit anschließender Massage. Ein angenehmes Gefühl auf der Haut entsteht, wenn der anfänglich etwas kühle Schlick langsam warm wird. Von draußen dringt das Kreischen der Möwen durch. Im Erlebnisbad lassen sich anschließend ein paar Bahnen ziehen oder der Gast setzt die Entspannung in der Sauna mit einem Dampfbad fort.

Foto: Evelyn Genuit